Brötchen backen

Diese knusprigen Brötchen schmecken wie vom Bäcker und kannst du ganz einfach selber backen. Das Rezept besteht aus nur 5 Zutaten und kann nach Belieben mit Körnern und Samen verfeinert werden. Mit unserem Über-Nacht-Rezept kannst du die Brötchen am Abend vorbereiten und morgens frisch backen.

Selbstgemachte Brötchen backen mit Mehl
Frische Brötchen backen wie vom Bäcker – Rezept

Rezept: Brötchen backen

Gesamt: 40 Minuten
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Backzeit: 20 Minuten
Gehzeit über Nacht: 8 – 12 Stunden

5
(2)

Nährwerte und Kalorien

Kalorien: 197 kcal (pro Brötchen)
Kohlenhydrate: 39,1 g
Fett: 0,7 g
Eiweiß: 6,8 g
Ballaststoffe: 2,1 g

Zutaten für Brötchen: (für 9 Stück)

  • 500 Gramm Weizenmehl Typ 550
  • 350 ml Wasser, lauwarm
  • 7 g frische Hefe
  • 1 EL Salz
  • 1 TL Zucker
  • Optional: 1 EL Backmalz (damit werden sie besonders luftig)

Zubereitung Brötchen backen

  1. Zu Beginn lauwarmes Wasser in eine Schüssel geben, darin Hefe auflösen. In einer zweiten Schüssel Mehl, Salz, Zucker und Backmalz vermischen. Zu der Flüssigkeit geben und gut verkneten, bis das Mehl komplett gebunden ist.
  2. Den Teig abgedeckt im Kühlschrank für 8 – 12 Stunden, am besten über Nacht, gehen lassen.
  3. Nach der Gehzeit: Ofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und Backblech mit Backpapier auslegen.
  4. In der Zwischenzeit den gereiften Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und 9 etwa gleich große Stücke abstechen. Teiglinge zu Brötchen schleifen (siehe Video) und auf dem Backblech mit ausreichend großem Abstand verteilen. Mit einem scharfen Messer einschneiden und mit etwas Wasser besprühen.
  5. Brötchen auf mittlerer Schiene für circa 20 Minuten goldbraun backen. Wichtig: Zu Beginn der Backzeit 50 ml warmes Wasser auf ein zweites Backblech geben und Tür schnell schließen, damit dieses verdampft.

Tipp: Auf unsere selbst gebackenen Brötchen geben wir gerne noch Kerne und Samen. Probiere doch mal Sonnenblumenkerne, Sesam, Leinsamen, Kürbiskerne, Mohn, Chiasamen oder Haferflocken.

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Warum Brötchen selber backen statt vom Bäcker?

Wir lieben unsere frisch gebackenen Sonntagsbrötchen! Sie sind einfach und schnell gemacht und richtig lecker. Brötchen selber backen ist ideal, wenn du das Haus nicht verlassen möchtest, um zum Bäcker zu gehen oder keinen in der Nähe hast, der Sonntags oder Feiertags geöffnet hat.

Selber backen ist außerdem günstiger und sehr praktisch. Du weißt genau, welche Zutaten enthalten sind, kannst diese nach eigenen Vorlieben abändern oder ergänzen und die Qualität der Inhaltsstoffe (z. B. Bio-Produkte) selber wählen. Gekaufte Brötchen enthalten oft Zusatzstoffe, Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker.

Hast du oder ein Familienmitglied Allergien, können auch diese beim selber Backen berücksichtigt werden.

Frisches Mehl für das Brötchen selber backen Rezept
Gemahlenes Mehl für krosse Brötchen backen für ein leckeres Frühstück

Gesündere Brötchen-Variante

In unserem Rezept verwenden wir Weizenmehl Typ 550 für klassische, helle Brötchen. Möchtest du weizenfrei backen, kannst du es 1:1 durch Dinkelmehl Typ 630 ersetzen. Die Brötchen bekommen dann einen nussigen, herzhaften Geschmack. Dinkelkorn ist durch eine festere Hülle besser vor Umwelteinflüssen und Schadstoffen geschützt als Weizen und gilt daher als gesünder. Außerdem enthält Dinkelmehl mehr Eiweiß als Weizenmehl.1

Egal ob Weizen- oder Dinkelmehl – für noch gesündere Brötchen greife zu Vollkorn. Denn dieses enthält noch mehr Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe, was sich zudem positiv auf den Darm auswirkt.2

Die Mehl-Type gibt Auskunft über den Mineralstoffgehalt und die Farbe des Mehls. Helle Mehle haben eine niedrigere Nummer und enthalten somit weniger Mineralstoffe. Dunklere Mehle, wie beispielsweise Roggen, haben eine höhere Nummer und mehr Mineralstoffe. Vollkornmehle werden nicht typisiert.3

Glutenfrei und Low Carb: Quarkbrötchen ohne Hefe

Brötchen mit Quark enthalten kein Mehl und somit kein Gluten. Sie sind eine tolle Alternative, wenn du glutenfreie, locker-luftige Sonntagsbrötchen backen möchtest, die etwas süßer schmecken und dennoch wenige Kohlenhydrate enthalten. Im Quarkbrötchen-Rezept verwenden wir außerdem keine Hefe, sondern greifen auf Backpulver zurück. Auch dieses Rezept ist einfach und richtig schnell zubereitet.

Zutaten der Quarkbrötchen:

  • 350 g Magerquark
  • 6 mittelgroße Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • Für süßere Brötchen: 5 EL Honig

Zubereitung der Low Carb Quarkbrötchen:

  1. Zuerst den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Eigelb und Eiweiß trennen. Das Eigelb mit dem Quark vermengen. Optional die Masse mit Honig süßen. Eine Prise Salz und Backpulver dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
  3. Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Quark-Ei-Masse heben.
  4. Den Teig mit einem Löffel portioniert auf das Backblech geben. 
  5. Die Quarkbrötchen für 20 – 30 Minuten im Ofen backen. Im Backofen auskühlen lassen.

Burger Brötchen selber machen (Rezept)

Auch für Hamburger kannst du Burger Buns ganz einfach selber machen. Sie sind schnell zubereitet und schmecken sehr viel besser als gekaufte Burger Brötchen aus dem Supermarkt. Für Burger Buns verwendest du zusätzlich zu den im Rezept angegebenen Zutaten noch zimmerwarme Butter, Eier sowie Milch statt Wasser.

Das genaue Rezept sieht dann so aus:

Zutaten (für 12 Stück):

  • 500 g Weizen- oder Dinkelmehl
  • 250 ml + 2 EL Milch
  • 2 Eier
  • 50 g Butter
  • 2 EL Zucker
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 1 TL Salz
  • Weißer Sesam zum Bestreuen

Zubereitung der selbstgemachten Burger Buns:

  1. Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen. 250 ml Milch in einem kleinen Topf erwärmen und Hefe und Zucker darin auflösen. Butter in einem separaten Topf schmelzen und gemeinsam mit 1 Ei und der Hefemilch zur Mehlmischung geben. Teig mit einem Handmixer für etwa 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Schüssel abdecken und den Teig für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  4. Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche von Hand kneten. In 12 gleich große Portionen teilen. Jede Teigportion zu kleinen Burger Buns formen und mit genügend Abstand auf die Backbleche setzen. Buns leicht andrücken und mit etwas Mehl bestäuben. Abdecken und weitere 30 Minuten gehen lassen.
  5. Restliches Ei mit 2 EL Milch verquirlen und Teiglinge bepinseln. Mit Sesam bestreuen und bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für etwa 15 – 17 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
  6. Hamburger Brötchen aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

Brötchen aufbacken: So werden die Semmeln wieder knusprig

Brötchen vom Vortag kannst du schnell und einfach wieder aufbacken. Dafür zunächst das alte Gebäck mit wenig Wasser befeuchten. Das funktioniert am besten mit einer Sprühflasche oder nass gemachten Händen.

Aufbacken im Backofen

Die befeuchteten Brötchen im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze (150 Grad Umluft) für etwa 8 – 10 Minuten backen, zwischendurch wenden. Für ein besonders gutes Backergebnis zusätzlich eine ofenfeste Schale mit Wasser in den Ofen stellen.

Aufbacken mit dem Toaster

Die befeuchteten Brötchen auf das Aufsatzgitter legen und bei mittlerer Stufe von jeder Seite toasten. Noch schneller geht es, wenn du die Semmeln vorher in der Mitte durchschneidest.

Möchtest du nur wenige Brötchen wieder knusprig machen, ist das Aufbacken mit dem Toaster energieeffizienter. 

Auch tiefgefrorene Brötchen kannst du im Ofen oder mit dem Toaster aufbacken. Dann brauchst du diese nicht vorher befeuchten. Die Backzeit verlängert sich bei gefrorenem Gebäck um etwa 2 – 4 Minuten.

Häufig gestellte Fragen zum Hefebrötchen Rezept

Frische Hefe oder Trockenhefe verwenden?

Sowohl frische Hefe, als auch Trockenhefe eignen sich, um deinen Brötchen-Teig aufgehen zu lassen. Frische Hefe soll den Brötchen einen runderen, süßeren Geschmack verleihen sowie eine höhere Triebkraft geben.4

Dafür hat getrocknete Hefe praktische Vorteile. Trockenhefe ist deutlich länger haltbar und kann auch auf Vorrat bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Zudem muss sie nicht in Flüssigkeit eingerührt werden, sondern kann direkt und leichter dosierbar mit den weiteren Backzutaten vermengt werden.

Gut zu wissen: 1 Würfel Frischhefe (42 g) entspricht 2 Tütchen Trockenhefe (je 7 g)

Warum gehen die Brötchen nicht auf?

Achte beim Brötchen backen darauf, dass die Flüssigkeit zum Auflösen der Hefe nicht zu heiß, sondern lauwarm ist. Die Hefe sollte nicht abgelaufen sein, sonst verliert sie an Triebkraft. Ebenfalls gehen die Brötchen nicht gut auf, wenn sie mit gefrorener Hefe gebacken werden. Zum Schluss das Einschneiden nicht vergessen!

Welches Mehl ist für Brötchen am besten?

Wir empfehlen Weizenmehl Typ 550 oder Dinkelmehl Typ 630. Damit werden die Brötchen schön fluffig und gelingen immer. Für etwas mehr Geschmack kannst du gerne Vollkornmehl beimengen.

Wie bleiben selbstgemachte Brötchen lange frisch? 

Bewahre selbstgemachte oder gekaufte Brötchen in einer luftdichten Plastiktüte oder einem Brotkasten auf. So behalten sie ihre Feuchtigkeit und bleiben länger frisch.

Wie selbstgebackene Brötchen einfrieren?

Zum Einfrieren von übrig gebliebenen Brötchen, lege diese möglichst luftdicht in einen Gefrierbeutel. Alternativ kannst du eine Gefrierdose oder einen fest verschlossenen Baumwollbeutel verwenden. Die Brötchen halten im Gefrierfach etwa 1 – 3 Monate. Je frischer du das Gebäck einfrierst, desto besser schmeckt es nach dem Aufbacken.

Du kannst die Brötchen auch vorgebacken einfrieren und später knackfrisch fertig backen. Lasse dafür den Brötchenteig nur für zwei Drittel der Backzeit im Ofen. Bei 20 Minuten üblicher Backzeit sind das etwa 13 bis 14 Minuten. Lasse sie danach auskühlen und friere sie möglichst luftdicht ein. Die vorgebackenen Brötchen sind dann 4–6 Monate haltbar.


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Quellen / Weblinks:
1) Dinkel vs. Weizen – Was ist gesünder?: www.gesund-vital.de (abgerufen am 14.12.2022)
2) Lohnt sich der Umstieg auf Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Co.? www.aok.de (abgerufen am 13.01.2023)
3) Mehlkunde: Getreidesorten und Mehl-Typen: www.servus.com (abgerufen am 14.12.2022)
4) Trockenhefe und frische Hefe: Unterschiede und wie du sie ersetzt: www.utopia.de (abgerufen am 15.12.2022)